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Technik

Meine Anlage umfasst zur Zeit ca. 3000 Liter.
Der Raum, in dem meine komplette Anlage untergebracht ist, hat eine Grundfläche von knapp 15m² und liegt im 1.Obergeschoss meiner Wohnung.

Da die Größe durch die Räumlichkeiten begrenzt ist, standen bei der Planung folgende Punkte im Vordergrund:

  • Qualität statt Massenzucht
  • Einfache Handhabung
  • Wartungsarme bzw. wartungsfreie Pumpen und Filter
  • Mindestens 1 Quarantänekreislauf
  • Verschiedene Aquariengrößen für die Zucht/Aufzucht und Hälterung
  • Möglichst groß dimensionierte Biofilter

Nach langer Planung und Realisierung der einzelnen Punkte ist dann folgende Anlage entstanden.

Auf der linken Seite des Raumes stehen 2 Aquarien mit den Maßen 120x60x60 und140x60x60. Das entspricht einem Wasservolumen von insgesamt ca.1000 Liter. Als Unterbau wurde ein Stahlgestell aus Vierkantprofilen geschweißt, das in 3 Kammern aufgeteilt ist und zum Schutz mit schwarzer Hammerit-Farbe gestrichen wurde. Jede Kammer ist mit zwei Edelstahltüren ausgestattet und bietet so genügend Stauraum für Zubehör und den Biofilter.

Aquarien

Auf der rechten Seite des Raumes stehen 2 Aquarien mit den Maßen 200x60x60 und 60x60x60. Das entspricht ebenfalls einem Wasservolumen von insgesamt ca. 1000 Liter. Beleuchtet werden die Aquarien mit jeweils zwei 18 Watt Leuchtstoffröhren pro Seite. Diese befinden sich in der Edelstahlverkleidung, die von der Decke abgehängt ist.

Die Aquarien sind auf der Bodenseite mit wasserlöslicher Abtönfarbe in braun gestrichen, und die Rück -und Seitenscheiben mit einem Spray mit Graniteffekt aus dem Baumarkt bearbeitet. Da alle Farben wasserlöslich sind und keine Lösungsmittel beinhalten, sind zum Schutz vor Spritzwasser alle Scheiben noch zusätzlich mit Klebefolie überklebt. Diese Variante ist zwar nicht ganz billig, schützt aber dauerhaft vor lästigen Wasserspuren, die das Gesamtbild trüben. Bei den Aquarien, die zur Zucht verwendet werden, wurde ausschließlich die braune Abtönfarbe verwendet, damit die Diskuslarven nicht durch dunkle Schattierungen irritiert werden.

Gefiltert werden beide Aquarienseiten jeweils über einen 4 Kammer-Biofilter, der sich in der mittleren Kammer des Stahlgestells befindet. Das Filtervolumen beträgt pro Filter ca. 250 Liter. Als Filtersubstrat wird blauer Filterschaum, Filterwatte und Lavabruch verwendet. Die Filterwatte mit dem Grobschmutz wird einmal wöchentlich gewechselt.

Das Wasser wird mittels einer wartungsfreien Edelstahlpumpe über eine PVC Verrohrung in die Aquarien gepumpt. Der Rücklauf erfolgt über eine Überlaufbohrung an der Aquarienrückscheibe.

In den 2 Aquarien auf der rechten Seite ist zusätzlich ein 3-Kammer Biofilter in das Becken integriert. Dieser wird mit einem Luftheber betrieben , der über eine PVC Ringleitung mit einem 20 Watt Kompressor verbunden ist. Von dieser Ringleitung aus werden auch die Auströhmersteine für die Sauerstoffzufuhr gespeißt. Durch dieses Filtersystem kann ich je nach Bedarf jedes Becken separat oder über den Zentralfilter filtern. Dies bedeutet für mich eine hohe Flexibilität bei der Zucht und Aufzucht meiner Diskusfische.

Quarantänestation

Die wohl wichtigste Einheit in meiner Anlage ist die Quarantänestation. Diese hat keinerlei Kontakt zum Rest meiner Aquarien. Denn die beste Hightech Anlage ist nichts wert, wenn man sich durch neu erworbene Tiere ständig Krankheiten einschleppt. Deshalb werden auch alle Neuankömmlinge für mindestens 2 Monate dort unter Beobachtung gehältert.

Die Quarantänestation besteht aus einem Aquarium mit den Maßen 80x45x50 im oberen Teil und einem 4-Kammer Biofilter mit den Maßen 80x40x40 im unteren Teil des Regals. Der Kreislauf dieser Einheit ist vom Prinzip wieder genauso wie bei meiner gesamten Anlage aufgebaut. Die einzigen Unterschiede sind aus Kostengründen das Filtermedium und die Pumpe. Das Filtermedium besteht hier aus Blähton aus dem Gartencenter anstatt aus Lavabruch, und die Pumpe ist aus Kunststoff und nicht aus Edelstahl.

Da ich nur sehr selten neue Tiere in meine Anlage integriere, benutze ich diese Station während der Quarantäne freien Zeit auch als Zuchtbecken für meine Diskuspaare.